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Termine
Die Rede
„Zwischen Anpassung und Widerspruch“
3. Feb. 2016, 19.00 Uhr
Kulturforum Schwimmhalle Plön
Roland Jahn
Bundesbeauftragter für die Unterlagen des
Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, Berlin

KulturBilanz 2016
8.März 2016, 19.30 Uhr
Landeshaus, Düsternbrooker Weg 70, Kiel
Kulturredakteure aus SH diskutieren Kulturpolitik


Details unter \"Veranstaltungen\"
Berichte unter \"Archiv\"
Archiv

  • 2015-11-19 - WillkommensKultur
  • 2015-09-24 - JazzFoerderPreis
  • 2014-11-20 - Die Rede mit Bjoern Engholm
  • 2014-09-25 - JazzFoerdererPreis
  • 2014-09-23 - Kultur macht mobil
  • 2014-08-23 - Sommerfest
  • 2014-06-19- Wozu Theater
  • 2014-02-26 - Die Rede - Dr Anette Huesch
  • 2014-02-18 - Kulturbilanz
  • 2013-09-12 - Verleihung JazzFoerderPreis
  • 2013-08-24 - Sommerfest zusammen mit dem Kulturforum Hamburg
  • 2013-07-10 - Besichtigung Campus Muthesius Kunsthochschule
  • 2013-06-04 - Kultur macht mobil
  • 2013-04-30 - Badekultur
  • 2012-11-29 - Weinkultur im Buddenbrookhaus in Luebeck


  • 2014-11-20 - Die Rede mit Bjoern Engholm

    Mens sana - Björn Engholm über politische Vernunft
    Mit freundlicher Genehmigung von von Daniela Mett/ panama, veröffentlich auf "Landesblog.de".

    Mit einem kur­zen Auftritt von Lucas Wecker, dem Geigenvirtuosen und Supertalent aus der RTL-Show von 2008, gra­tu­lierte das KulturForum Schleswig-Holstein am ver­gan­ge­nen Donnerstag sei­nem Gründer Björn Engholm nach­träg­lich zum 75. Geburtstag. Danach gehörte die Bühne für knapp 90 Minuten dem ehe­ma­li­gen Ministerpräsidenten Schleswig-Holsteins. Dieser nutzte die Aufmerksamkeit im gut gefüll­ten Saal der Alten Schwimmhalle von Plön für aller­hand char­mante Seitenhiebe auf die poli­ti­schen Akteure des Landes und einige der Mitstreiter von damals, aus sei­ner Regierungszeit.

    Er beur­teile die Lage freund­li­cher­weise nicht mehr als Politiker, beteu­erte Engholm, son­dern als Bürger, der sich wie viele andere auch am Stammtisch mit Freunden aus­tau­sche. Getreu dem Titel sei­ner Rede „Mens sana – auf der Suche nach Vernunft“ blickte er anschlie­ßend kri­tisch auf „das Geschehen der heu­ti­gen Tage“. Dabei kamen alle aktu­el­len Konflikte zur Sprache. Mit locke­rer Hand mischte Engholm dazu Kommentare zur Friedens-, EU- und Sozialpolitik, zum Datenschutz und dem Wandel durch digi­tale Medien. En pas­sant ging er die Gedenktage des Jahres 2014 durch, dar­un­ter fiel Arno Schmidts 100. Geburtstag. Im Rückblick kam er eben­falls auf die Geschichte sei­ner Partei, der SPD, und stellte fest, dass ihr nicht nur die Arbeiter son­dern auch die Intellektuellen als „Mitstreiter im Geiste“ abhan­den gekom­men wären. Künstler, die frü­her der SPD nahe­stan­den, seien heute poli­tisch hei­mat­los, stellte er bedau­ernd fest. Ein Ziel müsse daher sein, ver­nünf­tige Persönlichkeiten auf­zu­bauen, denen poli­ti­sche Ziele wich­ti­ger seien als die eigene Karriere.

    Zum Abschluss sei­ner Rede kam Björn Engholm auf Epikurs Ethiklehre, der Steigerung und Verstetigung der Lebensfreude durch Auskosten der Lust am Leben: „Trinken Sie ein Gläschen Spätburgunder, zie­hen Sie nicht den Bauch ein, das hilft heut­zu­tage auch nicht mehr, las­sen Sie die Haare weiß wer­den, anstatt sie zu fär­ben wie Gerhard Schröder“. Er rate dazu, sich von fal­schen Prinzipien zu befreien, zur Befreiung von Furcht und Gier und von der Vorstellung, alles müsse schnel­ler, zweck­voll, bilan­zier­bar sein. Zur Entwicklung von Vernunft brau­che es vor allem eines: Innehalten und Muße.


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