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Termine
Die Rede
„Zwischen Anpassung und Widerspruch“
3. Feb. 2016, 19.00 Uhr
Kulturforum Schwimmhalle Plön
Roland Jahn
Bundesbeauftragter für die Unterlagen des
Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, Berlin

KulturBilanz 2016
8.März 2016, 19.30 Uhr
Landeshaus, Düsternbrooker Weg 70, Kiel
Kulturredakteure aus SH diskutieren Kulturpolitik


Details unter \"Veranstaltungen\"
Berichte unter \"Archiv\"
Herzlich Willkommen beim Kulturforum Schleswig-Holstein e.V.!

17. Feb. 2014
Das Kulturforum Schleswig-Holstein e.V., die Kulturpolitische Gesellschaft Regionalgruppe Schleswig-Holstein e.V. und der Landeskulturverband Schleswig-Holstein e.V. bitten die Ratsversammlung der Stadt Schleswig um eine positive Beschlussfassung zur Finanzierung eines Theaterbaus auf dem Hesterberg.

Begründung:
Die Schleswig-Holsteinische Landestheater- und Sinfonieorchester-GmbH ist ein von vielen unterschiedlich finanzstarken Gesellschaftern (Kreisen, Städten und Gemeinden) getragenes, fragiles Gebilde. Die Vergangenheit hat bereits mehrfach gezeigt, dass dieses Konstrukt droht in sich zusammenzufallen, wenn auch nur ein Gesellschafter sich der Solidargemeinschaft entzieht.
Schleswig braucht ein neues Theatergebäude, und zwar schnell. Jede zeitliche Verzögerung birgt die hohe Gefahr in sich,
- dass fehlende Einnahmen durch die Gesellschafter ersetzt werden müssen,
- dass sich die für den Theaterbetrieb wichtigen Personen umorientieren und
- dass die Landestheater- und Sinfonieorchester-GmbH destabilisiert und schließlich insolvent wird.
Ohne eine zeitgerechte positive Beschlussfassung der Schleswiger Kommunalpolitik zur Mitfinanzierung des Theaterbaus auf dem Hesterberg wird das Landestheater sterben und die Hälfte Schleswig-Holsteins ohne Vorort-Theateraufführungen und -Sinfoniekonzerten sein.


7. Feb. 2014
Zur aktuellen Diskussion um die Neulandhalle in Friedrichskoog/ Kreis Dithmarschen erklärt der Vorsitzende des Kulturforums Schleswig-Holstein Dr. Wolfgang Meyer-Hesemann:

„Die Darstellung der Geschichte des Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein ist nach wie vor ein Desiderat – seit Jahrzehnten wird angemahnt, dass es einen musealen Ort zur Aufarbeitung und Darstellung dieses dunklen Kapitels unserer Landesgeschichte geben muss.
Die Neulandhalle ist ein authentischer Ort der totalitären nationalsozialistischen Ideologie. Wir haben die Verantwortung, mit diesem sperrigen Kulturerbe umzugehen. Und wir haben die Chance, diesen sperrigen Ort zu einem Lernort zu machen. Das Schicksal der Neulandhalle bleibt eine kultur- und bildungspolitische Herausforderung. Das Kulturforum Schleswig-Holstein ermutigt die Landesregierung, in ihrem Bemühen um ein tragfähiges Konzept nicht nachzulassen. Wenn es eine Landesregierung gibt, die die Aufarbeitung des Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein vorantreibt, dann ist das diese.“

19. April 2012
Der Vorstand diskutiert die kürzlich erschienene Streitschrift \\\\\\\"Der Kulturinfarkt\\\\\\\" und beschließt, die kritische Stellungnahme seines Vorstandsmitglieds Rolf-Peter Carl auf seiner Homepage zu veröffentlichen. Mehr...


27. Sept. 2011
Auszug aus der gemeinsamen Erklärung von Landeskulturverband Schleswig-Holstein, Kulturforum Schleswig-Holstein und Kulturpolitischer Gesellschaft

Wir brauchen eine Allianz für Kunst und Kultur in Schleswig-Holstein. Mit Sorge sehen wir, dass Kunst und Kultur in Schleswig-Holstein wegen der drastisch eingeschränkten finanziellen Handlungsspielräume des Landes und der Kommunen in Gefahr geraten auszubluten. Viele kulturelle Einrichtungen und Organisationen sind in ihrer Existenz gefährdet bzw. können ihre Aufgaben inzwischen nicht mehr so qualitativ hochwertig und innovativ wie bisher erfüllen. Schleswig-Holstein bildet bei der Kulturfinanzierung bereits heute das Schlusslicht in Deutschland; ohne die Mittel des kommunalen Finanzausgleichs sind es nur etwa 0,3% des Gesamthaushalts. Kunst und Kultur in Schleswig-Holstein verkraften deshalb keine weiteren Kürzungen.

Download vollständiger Aufruf


27. Juni 2011:
Auszüge aus der Stellungnahme vor der Enquetekommission „Norddeutsche Kooperation“ des Schleswig-Holsteinischen Landtags: „Wie kann eine gemeinsame norddeutsche Kulturpolitik gestaltet werden?“
1. Kulturelle Eigenheiten und Besonderheiten werden häufig vorrangig als Unterscheidungs- und Alleinstellungsmerkmals von Kommunen und Ländern betrachtet, um landesbezogene oder regionale kulturelle Identitäten zu schaffen und zu befestigen. Eine intensivere norddeutsche Kooperation und Koordination auf dem Felde von Kunst und Kultur wäre daher sehr zu begrüßen.
2. Erfolgreiche kulturelle Kooperation setzt eine entsprechende Motivation der im kulturellen Bereich Tätigen und angemessene finanzielle Mittel voraus. Die Kulturhaushalte sollten angesichts ihrer geringen Höhe und großen Bedeutung für die kulturellen Einrichtungen und Angebote von künftigen Sparmaßnahmen ausgenommen werden.
3. Darauf aufbauend sollten Anreizfinanzierungen für länderübergreifende Kooperationen geschaffen werden
4. Von Seiten der Länder könnten weitere hilfreiche Anstöße zu Ländergrenzen übergreifenden Kooperationen durch gemeinsame Kulturentwicklungsplanungen unter Einschluss der betroffenen Kommunen jedenfalls für die Metropolregion und andere geeignete grenzüberschreitende Räume in Norddeutschland geschaffen werden.
5. Alle oder einzelne norddeutsche Länder könnten einen wirklich erkennbaren Norddeutschen internationalen (!) Kunst- und Kulturpreis ausloben, der reihum in der beteiligten Ländern verliehen wird.
6. Eine gemeinsame kulturelle Imagewerbung der Länder für Norddeutschland wäre sinnvoll.
7. Kulturtouristisch sollten auch länderübergreifende Kultur-Pakete geschnürt werden.
8. Der NDR sollte in allen Programmen zu attraktiven Sendezeiten sich stärker Kunst und Kultur in den norddeutschen Ländern zuwenden.

29. Juni 2011:
„Mit dem Entwurf eines neuen Denkmalschutzgesetzes höhlt die schwarz-gelbe Landtagsmehrheit den Denkmalschutz in Schleswig-Holstein aus. Damit wird das bauliche und archäologische Erbe des Landes gefährdet.“ Dies sagte der Vorsitzende des Kulturforum Schleswig-Holstein anlässlich der Landtagsdebatte über ein neues Denkmalschutzgesetz.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass der Vollzug des Denkmalschutzes künftig im Wesentlichen bei den Unteren Denkmalschutzbehörden der Kreise und kreisfreien Städte liegen soll. Diese sind dafür aber nicht ausgestattet. Zugleich entfällt damit auch die Möglichkeit übergreifende fachliche Gesichtspunkte geltend zu machen und standortpolitisch motivierte Entscheidungen zu korrigieren. Zusätzlich werden Denkmaleigentümer mit unklaren Regelungen im Gesetz verunsichert. Fachliche Kriterien sollen künftig hinter wirtschaftlichen Interessen einseitig zurückstehen. Der Umgebungsschutz wird weiter aufgeweicht.

Meyer-Hesemann: „Das kulturelle Erbe gibt unserem Land ein Gesicht und prägt die Identität der Menschen. Diese Landtagsmehrheit verschiebt die Gewichte im Denkmalschutz einseitig zugunsten wirtschaftlicher Interessen und zulasten der historischen Zeugnisse. Hier ist eine Geschichtslosigkeit am Werk, die nicht auf fachliche Kompetenz der Denkmalschützer und Archäologen setzt, sondern auf kurzsichtige Rendite.“


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